Google Android und die nicht-JVM
Google Android ist der Versuch von Google, ein quelloffenes und freies SDK für mobile Endgeräte zu etablieren. Nach ein paar Monaten gibt es die ersten Stimmen aus dem Netz, die nicht so positiv sind. Insbesondere werden die mangelhafte Dokumentation (damit meine ich nicht die "FAQ" http://code.google.com/android/kb/general.html), fehlende Beispiele und ein nicht öffentliches Issue/Bug-Tracking-System bemängelt. Interessant ist ebenfalls der Ansatz von Google, eine eigene JVM auszuliefern, um sich damit eventuell um Lizenzrechte rumzuwinden. Die Idee ist, den Java Quellcode zunächst über den Standard-Compiler in Java Bytecode zu übersetzen, aber dann über einen weiterer Präprozessor dx den JVM-Bytecode in das so genannte DEX-Format zu bringen, was die VM Dalvik dann ausführt. Dalvik ist etwas anders gebaut als die Standars-JVMs, denn es ist zum Beispiel eine Register-Maschine und keine Stack-Maschine. Ein weiteres Detail sind die Bibliotheken. Die Java Standard Library kommt vom Apache Harmony Projekt und ist somit Apache-Lizenz, genauso wie vieles von Android auch. (Das Betriebssystem unter der Haube ist Linux und somit GPL.)

1 Comments:
Wenn der Bug-Tracker nicht öffentlich ist, so könnte das in DE drastische Konsequenzen haben. Evtl. kommt man dann trotz Open-Source in die Haftung für Bugs wegen "arglistiger Täuschung". Es gab beim 24C3 einen interssanten Vortrag dazu (Thema GPL V3).
D.h. bei so einem Vorgehen würde ich allen deutschen Firmen und Entwicklern dringend von der Mitwirkung abraten!
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TF, at Januar 02, 2008 1:08 PM
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